radial

Anything goes – historisch

„Votre Faust“ von Henri Pousseur und Michel Butor - gescheitert in Kooperation mit dem Theater Basel

30.03.-01.04.2013
Festgefahren in Schemata war die Situation gesellschaftlich und auch vielfach künstlerisch in den Nachkriegs-1960iger Jahren. In der Musik herrschte rigide die Darmstädter „Serielle Schule“. Manche Komponisten versuchten da auszubrechen aus dem engen Formen-Kanon. Der Belgische Komponist Henri Pousseur und der französische Autor Michel Butor versuchten es mit einem offenen Szenario einer vom Publikum mitzubestimmenden „Art Oper“. Die Uraufführung 1969 im Piccolo Teatro Milano geriet freilich zum Desaster. Eine Gruppe um den Berliner Dirigenten Gerhardt Müller-Goldboom und den Basler Intendanten Georges Delnon hat das Werk nun an drei Abenden über Ostern im Berliner Radialsystem erneut auf die Bühne gebracht. Heute aqllerdings ist Mitmach-Theater durch viele enttäuschende Erfahrungen in Verruf geraten.

Ein etwas schmieriger Theaterdirektor führt den genialen Komponisten Henri ein. Bisher habe er vor allem Vorträge gehalten, aber nun solle er auch mal sein kompositorisches Können zeigen. Eine Oper will er von ihm komponiert bekommen. Aufwand, Geld, Zeit – kein Limit. Aber es müsse eine „Faust“-Oper sein. Der Komponist geht nach einigem Zögern darauf ein, hält aber zuerst einen weiteren Vortrag über serielle Musik. Deren Parameter Tonhöhe, Dauern, Artikulation, Dynamik schreibt er an eine Tafel. Und lispelt dann, überlagert von Stimmen aus den Lautsprechern, weitere musikalische Schulweisheiten in den Raum, zugleich ausgerechnet G-Dur-Akkorde aufmalend.

Ein bisschen wie eine Schulveranstaltung beginnt dieser Abend – und geht dann leider auch so weiter. Im späteren Verlauf soll das Publikum per Abstimmung mit einem Holz-Ei „entscheiden“, wie es weiter geht in der Oper, ob sie ein glückliches Ende nehmen soll oder ein höllisches. Musik-Akzent In den 1960-iger Jahren entwickelten der Komponist Henri Pousseur und der Autor Michel Butor dieses „variable Spiel in Art einer Oper“. Es war die Zeit, in der sogar die Musikszene sich immer mehr abkapselte in ihre Glasperlenspiele. Mit „Votre Faust“ – Ihr Faust – sollte das Publikum herausgelockt werden aus seiner passiven Konsumenten-Rolle als Zuschauer, sollte einbezogen werden. Es sollte mitbestimmen, welchen Verlauf eine Geschichte nimmt. Demokratisch – oder doch nur pseudo-demokratisch? Mit lärmenden Glöckchen, die in der zweiten Hälfte verteilt werden, konnte es „abstimmen“, ob eine Szene weitergespielt oder abgebrochen werden sollte und stattdessen in eine andere Richtung gespielt werden würde – wobei das „Lärmo-Meter“ auch nur manipulativ von einem Spielmacher per Hand bedient wurde.

Bei der von mir besuchten dritten und letzten Vorstellung im Berliner Radialsystem intervenierte das Publikum ziemlich schnell und heftig, erzwang eine Wendung zum für Henri freundlichen Ende. Er braucht keine Oper zu schreiben, kann mit seiner geliebten Maggy ein Häuschen mit Garten beziehen und den schmierigen Theaterdirektor Mefisto sein lassen. Der zeitliche Ablauf war da allerdings nach fast vier Stunden schon völlig aus dem Ruder gelaufen. Das Publikum hatte schon vielfach mit den Füßen „abgestimmt“ und war – wie Henri – entfleucht. Die große Pause, bei der es auf die Spielfläche durfte, Suppe in Plastikbechern oder zu Trinken aus einem Brunnen verabreicht bekam, oder kleine Einsätze für ein Wettspiel wagen konnte, nützte da nichts. Auch nicht der von Mozart entlehnte, zur Hölle fahrende Don Giovanni. Und die zur Animation eingesetzten Tiere – Hühner und Zicklein, vollbiologisch natürlich – konnten einem eher leidtun.

Die ästhetische Öffnung, die Pousseur vorschwebte, hat sich heute auf ganz andere Weise ihren Weg gebahnt. Das „anything goes“ hat keinen Ort kritischer Intervention mehr. Und mit Laienveranstaltungen auf dem Theater ist man ja mittlerweile nun auch reich gesegnet. Zu einer solchen entglitt die von dem Basler Intendanten Georges Delnon und Aliéanor Dauchez gestaltete mit fahrbaren Wägen konzipierte Bühne zunehmend. Daran konnten auch der Dirigent Gerhardt Müller-Goldboom und seine bestens vorbereiteten Musiker von „work in progress“ sowie die Vokalisten von „Vocalconsort Berlin“ nichts ändern. Das historische Umfeld dieses „Work in Progress“ bleibt fern. Es lässt sich nicht rekonstruieren. Oder man muss ein ganz neues erfinden, was hier nicht gelang, vielleicht nicht mal angestrebt war.

Foto: Sebastian Bolesch


Löchrige Lebenshilfe

Die Gruppe NOVOFLOT verhaut sich
am Weihnachtsoratorium

16.Dez. 2009

So kennt man das Bachsche Weihnachtsoratorium wirklich nicht. Eine Kinder-Gruppe auf dem „Deck“, der hoch oben gelegenen Freiterrasse des Berliner Radialsystems, sucht rhythmisch fugiert nach dem neugeborenen König der Juden: „Wo, wo, wo ist der neugeborene König?“ Erspähen kann man auf der anderen Seite der Spree eine rot leuchtende Hütte und ein Auto mit aufgeblendeten Scheinwerfern. Über Lautsprecher hört man Murmeln aus der Johannespassion.

Der nächste Raum bei dieser Kalvarienberg-Suche nach dem Jesuskind führt in ein düsteres Beduinenzelt, wo zwei Kinder, denen wir noch öfters unliebsam begegnen werden, den Evangelien-Text der Rezitative radebrechen und Schachteln umschichten. Dann ein Raum, vielleicht der witzigste, gebaut wie das Triangel-Logo einer bekannten Bank mit Damen und Herren Sängern und Instrumentalisten hinter den breiten Tresen, die Gott preisen für ihre dicken Schecks, wobei die Musik immer löchriger wird.

Schließlich steigen wir wieder hinab. In einem großen Dunkelraum wird die berühmte Echo-Arie gegeben. Allerdings gemixt mit dem Redeschwall einer schauspielernden jungen Frau, die als wandernder Geist mit Stirnleuchte apokalyptische Texte rezitiert – gnädig überdeckt dann von eindringenden chorisch-instrumentalen himmlischen Heerscharen, die die Suada von Peinlichkeiten schlucken („…wir suchten Gott, aber übersahen das Röcheln…“).

Wir haben die ersten zwei Stunden dieser un-weihnachtlichen Session mit szenisch ummantelten Fragmenten aus dem Bachschen Oratorium, den nachweihnachtlichen Kantaten, überstanden. Es gibt Suppe, Schmalzstullen und Getränke. Einige Leute machen sich - berechtigterweise - auf den Heimweg. Dann wird man in den großen Saal gebeten. Chor, Kinderchor, Solisten und Orchester erwarten schon bunt geschmückt die Besucher. Und es geht dann auch in etwa so los, wie man das Weihnachtsoratorium kennt.

Freilich haben wir die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Bei der Alt-Arie „Bereite dich Zion“, mit pathetischem Vibrato gesungen und geschauspielert, betätigt sich einer der zuvor schachspielenden Jungs als taumelnder Radschläger, desgleichen bei der Bass-Arie „Großer Herr“ der andere Knabe. Die zarte Hirtenmusik der zweiten Kantate wird überschrien von der Schauspielerin mit Traktaten über Architektur, die man nicht mal akustisch versteht. Das Ensemble löst sich fast auf, verschiebt sich zur Seite. Der Kinderchor begrüßt den Abmarsch der Hirten nach Bethlehem mit zerplatzenden Luftballons.

Das musikalische wie szenische Unvermögen steigert sich, wenn Kulissenteile zu einer Art Gletscher-Schräge montiert werden und die Schauspielerin sich daran abmühen muss. Tja-ja, fast vergessen, die Umwelt. Schließlich – nach mehr als vier Stunden quälendem Hangeln durch Brocken des Weihnachtsoratoriums sind die vier Bauer-Brüder mit Jazz dran. Es gibt Freibier für alle, wobei das Haus spart: der Saal hat sich stark gelichtet.

Lebenshilfe, eine Suche nach „Momenten, in denen Glaube, Liebe Hoffnung möglich wird“ ward versprochen von der Gruppe NOVOFLOT und ihrem Regisseur Sven Holm. Es scheint, die Gruppe braucht selber Hilfe – dringend, und zwar an künstlerischer Sensibilität. Und die dies finanzierende Kultur-Stiftung des Bundes sollte vielleicht etwas wählerischer sein. Immerhin gibt sich Vicente Larrañaga am Pult mit manchmal allerdings zu flotten Tempi Mühe um ein wenigstens mittelmäßiges musikalisches Niveau. Die Sänger helfen ihm dabei leider fast nicht.


Frauen am Rande der Verzweiflung

„Waiting Room“ - eine Produktion der Akademie für Alte Musik mit dem Theater der Europakulturstadt Luxembourg

16. Dez. 2006

Die Idee klingt ja schick, wenn auch nicht umwerfend neu: Die alten Mythen immer wieder zu befragen auf ihren realen Kern. Etwa die Geschichte der Lucretia, die von einem römischen Wüstling vergewaltigt wurde. Und nun ringt sie mit dem Gedanken an Selbstmord. Oder die Geschichte der Clori. Ihr hat der Tod einfach den Geliebten geraubt. Nun überlegt sie, ob sie ihren Tirsi im Hades suchen und mit ihm in den Elysischen Gefilden das nachholen soll, was ihr im Leben versagt geblieben ist. Schließlich Armida. Sie hat lange ihren Geliebten vor Verfolgern versteckt. Nun ist der auf und davon, hat sie verlassen. Was soll sie tun? Sich an ihm rächen?
„Waiting Room“, neuhochdeutsch für Wartezimmer, nennt sich die Produktion, die die hoch renommierte Berliner „Akademie für Alte Musik“ aus drei Kantaten Georg Friedrich Händels für eine Koproduktion mit dem Grand Théâtre de la ville de Luxembourg zum Europakulturstadtjahr initiiert hat. Rezitative und Arien der drei Händel-Kantaten werden ineinander geschnitten. Die drei Sängerinnen der mythischen Figuren treffen sich gleichsam im Vorzimmer einer Psychodoktorin, um sich über ihren Schmerz auszutauschen und vielleicht darüber hinweg zu finden. Eine Polstersitzgruppe in der einen Ecke, ein Tisch in der anderen, ein Schrankbett und ein Kühlschrank mit auch Hochprozentigem sind das karge Mobiliar. Dazu ein weißer Wollteppich mit einer geheimnisvollen Höhlung darunter, am Ende von Blumen bekränzt. Die Psychodoktorin kommt herein durch die Tür in Gestalt einer Tänzerin, um zu dazwischen geschobenen Soundcollagen die Frauen von ihren inneren Qualen zu befreien. Und das ist mit von Szu-Wei Wu noch fast das Beste des Abends. Am Ende wird Lucretia sich das schon gezückte Messer von den beiden anderen Frauen entwinden und zu Bett bringen lassen. Armida wird ihr dunkles, strenges Kostüm abstreifen und ein helles Shirt sich überziehen, und Clori wird ihrem Tirsi folgen nach draußen. Oder so ähnlich. Genaueres erkennt man in dieser szenisch nur sehr ungefähren Aufführung nicht.
Vorgeführt wird das im noch von frischer Farbe duftenden großen, aber auch etwas halligen Saal des erst im September eröffneten „Radialsystem“, jenem alternativen Kulturzentrum am Berliner Spreeufer, schräg gegenüber dem Ostbahnhof, wo Akademie für Alte Musik und Sascha Waltz-Truppe sich ein eigenes Domizil geschaffen haben. Ein Aushängeschild für diesen Ort ist diese Produktion allerdings nicht. Musiktheater-Regie, wie in den Vorankündigungen versprochen, findet hier nicht statt. Außer Abläufen hat der dafür im mehr als kärglichen und dazu ungenauen Programmzettel genannte Derek Gimpel wohl nichts arrangiert. Er lässt die drei Sängerinnen einfach um sich selber kreisen oder gelegentlich mal gedankenvoll zur seltsam kunterbunt illuminierten Decke blicken. Nicht einmal die Sängerinnen zeigen das versprochene hohe Niveau. Allenfalls Ruth Sandhoff als Armida kann darstellerisch und sängerisch einigermaßen überzeugen. Ohne Tadel lediglich die Akademie für Alte Musik unter der Leitung von Christopher Moulds am Cembalo.
Was die Kulturstiftung des Bundes dazu treibt, ein solches Projekt zu unterstützen, ist kaum nachzuvollziehen. Da scheinen die Richtlinien doch stark überprüfenswert. Dass das Publikum am Ende applaudierte, ist wohl vor allem dem Orchester zu verdanken. Als neuartig „ungewöhnlicher Musiktheaterabend“, wie angekündigt, ist dieser „Waiting Room“-Kieztheater-Hybrid von mehr als zweifelhaftem Wert.


Kultur-Umwälzanlage

"Radialsystem V" - Ein neues Kunstzentrum
für Berlin

23.08.2006

Der Name ist so historisch wie das Gebäude. Mit „Radialsystem“ bezeichnete man einst ein Umwälzverfahren in der Klärtechnik. Nun soll in dem Gebäudekomplex in der Nähe des Berliner Ostbahnhofs der Kunstbetrieb umgewälzt werden. Am 9.September beginnt's mit einer Bespielung im ganzen Haus.

SPANGENBERG: Es ist alles ganz einfach. Sie gehen durch die Stadt und sehen alte Gebäude. Und die sind aber so stumm, dass man sich fragt: was wollen die Gebäude sprechen? Gibt’s einen Text, den man ihnen entlocken kann?

So der Architekt Gerhard Spangenberg, der den Komplex entdeckt und entwickelt hat.
Vor über hundert Jahren entstand das Pumpwerk an der Spree, im Krieg wurde es teilweise zerstört, dann still gelegt. Seit knapp zwei Jahren nun planen Jochen Sandig, Dramaturg von Sasha Waltz, und Folkert Uhde, Manager der Akademie für Alte Musik, an der neuen Kulturfabrik.
Zusammengeführt hat sie die gemeinsame Arbeit an der Opern-Tanztheater-Produktion von Henry Purcells „Dido und Æneas“, die sie im Januar vor einem Jahr an der Berliner Staatsoper und an mehreren anderen Theatern zeigten; aber auch ihre Erfahrungen in einem öffentlich subventionierten Betrieb.

SANDIG: Die große Frustration, die sich bei mir aufgebaut hat im Subventionsbetrieb, wo immer wieder gesagt wird: das geht nicht und das geht nicht. Man kann da keine Ausstellung machen, weil da fallen Leute drüber, man kann doch nicht 30 Tage das Haus aufmachen und nicht ankündigen, was da passiert. Man muss es ankündigen, damit die Presse entsprechend vorbereitet ist. - Das muss man doch nicht so. Man kann doch heute ’ne Idee haben, die man morgen umsetzt. So arbeitet doch auch die Wirtschaft.

Den historischen Gebäudekern hat Architekt Spangenberg ergänzt um einen funktionalen Bügelbau. Das variable Raumkonzept bietet Platz für zwei Hallen in der ehemaligen Maschinenhalle mit 600 qm und im ehemaligen Kesselhaus mit 400 qm.
Dazu kommen drei Studios, eine überdachte Terrasse hin zur Spree mit späterem Bootssteg, zahlreiche Funktionsräume und eine variable Gastronomie. Insgesamt 3.000 qm, die freilich nicht nur genutzt, sondern auch finanziert sein wollen.
Zwar schwebt den Betreibern eine Art „Akademie“ vor, in der die unterschiedlichen Künste – Musik, Tanz, Bildende Kunst und Neue Medien – in einen Dialog treten.
Aber auch Symposien, eine Tanz- und eine Theaterakademie für Kinder – zum Teil in Zusammenarbeit mit der Ruhrtriennale – sind geplant, Sonntag-Nachmittage für die ganze Familie und internationale Koproduktionen wie eine Opern-Tanztheater-Produktion mit der Kulturhauptstadt Luxemburg 2007, Cherubinis Medea.

UHDE: Was wir hier machen wollen, hat zunächst nicht mit reinem Tanztheater zu tun. Wir wollen nicht ein Haus sein, wo es nur Tanz, nur klassische Musik oder nur Popkonzerte gibt, sondern wo diese ganzen Dinge möglich sind. Das Prinzip heißt Offenheit statt Abgrenzung, ist das Gegenteil von einem Spartenhaus und schon gar kein Theater.

Sasha Waltz und Company proben hier schon und werden auch mit der Fortführung der „Dialoge“ die erste Uraufführung bestreiten. Die Akademie für Alte Musik will auch etwa nächtliche Konzerte veranstalten, bei denen das Publikum die Musik liegend genießen darf.
Oder man will das Haus für Off-Gruppen wie die „Zentrale Intelligenz Agentur“ öffnen. Aber auch der Wirtschaft will man das in der Nähe von Universal Musik und MTV im sogenannten „Media Spree Center“ gelegene Gebäude zur Miete anbieten. Die Nachfrage ist wohl schon rege.
Finanziert hat das zunächst eine Bochumer Vermögensverwaltung mit 10 Mio Euro. Die Betreiber zahlen eine monatliche Miete von ca. 30.000 Euro, dazu kommen die laufenden Kosten. Öffentliches Geld gibt es (bislang) nicht, und wird auch nicht erwartet.
Immerhin die Bühnentechnik wurde mit 1,2 Mio aus Lotto-Mitteln gestiftet. Ob es den beiden Gesellschaftern dennoch nicht manchmal mulmig wird?

UHDE: Ich kann Ihnen versichern, dass wir natürlich Bauchschmerzen haben. Das ist ein gewaltiges Projekt. Wir denken auch manchmal selber, wir sind vielleicht verrückt. Aber wir wollen es unbedingt machen und wir sind überzeugt davon, dass dieses Modell funktionieren kann. So mal nebenbei, 10’ am Tag, kann man das nicht betreiben. Und wir haben auch nicht bloß eine schlaflose Nacht bis jetzt gehabt. Aber wir sind total glücklich, dass es jetzt endlich los geht.


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